Für einen einzigen Liter Milch muss eine Kuh fünfhundert Liter Blut durch ihr Euter strömen lassen.
 

Fo­to: iStock/​Photographer and Illustrator 

Wie sieht die Landwirtschaft der Zukunft aus?

Eine voll­kom­men an­de­re Vi­si­on fürs Stra­ßen­bild ent­wi­ckelt der Fu­tu­ro­lo­ge Max Thi­ni­us, der dort wo­mög­lich schon bald neue „An­bau­flä­chen“ sieht. Cem Öz­de­mir wie­der­um nutzt un­se­re Dis­kus­si­on zur Land­wirt­schaft der Zu­kunft als Nähr­bo­den, um dar­auf die für ihn ent­schei­den­de Fra­ge der In­ves­ti­tio­nen in den Wan­del zu sä­en. Joa­chim Ruk­wied vom Deut­schen Bau­er­ver­band wünscht sich ge­ra­de für die­sen Wan­del von der Po­li­tik die rich­ti­gen Leit­plan­ken und prak­ti­ka­ble An­ge­bo­te, „da­mit die mul­ti­plen Kri­sen und gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen un­se­rer Zeit be­wäl­tigt wer­den kön­nen“. Aufs freie Feld geht es auf die­ser Seite.

Cem Özdemir 

Bun­des­mi­nis­ter für Er­näh­rung und Landwirtschaft 

Wandel braucht Investitionen

Die Land­wirt­schaft der Zu­kunft leis­tet vor al­lem ei­nes: Sie er­nährt uns. Doch das ist al­les an­de­re als selbst­ver­ständ­lich. Russ­land setzt Hun­ger als Waf­fe im völ­ker­rechts­wid­ri­gen An­griffs­krieg ge­gen die Ukrai­ne ein. In In­di­en oder in Ma­da­gas­kar sor­gen kli­ma­be­ding­te Wet­ter­ex­tre­me für zer­stör­te Ern­ten und Hun­ger. Das zeigt uns: Ei­ne Land­wirt­schaft, die zu­kunfts­fä­hig ist, ist wi­der­stands­fä­hig ge­gen­über Kri­sen. Sie schützt vor al­lem Bö­den, Kli­ma und Bio­di­ver­si­tät – denn nur so si­chern wir un­se­re Er­näh­rung auch mor­gen und über­mor­gen. Das geht nicht nur die Land­wir­tin­nen und Land­wir­te et­was an, son­dern uns al­le. Wir müs­sen die Fra­ge be­ant­wor­ten, was es uns als Ge­sell­schaft wert ist, dass Land­wirt­schaft un­se­re Er­näh­rung si­chern und da­bei auch öko­lo­gi­schen An­sprü­chen ge­recht wer­den kann. Das ist nicht um­sonst zu ha­ben, doch In­ves­ti­tio­nen in die­sen Wan­del si­chern erst un­se­re Zu­kunft. Die­ser Wan­del be­trifft auch die Nutz­tier­hal­tung. Ge­ra­de weil wir sie brau­chen, um land­wirt­schaft­li­che Kreis­läu­fe zu be­wah­ren, müs­sen wir sie zu­kunfts­taug­lich um­ge­stal­ten. Es geht um ei­ne nach­hal­ti­ge Er­zeu­gung tie­ri­scher Le­bens­mit­tel, bei der Res­sour­cen zu­gleich ge­nutzt und ge­schützt wer­den – und die­se Leis­tung auch ge­sell­schaft­lich wert­ge­schätzt wird. So schaf­fen wir mehr Tier­wohl und fai­re Ein­kom­men für un­se­re Land­wir­tin­nen und Land­wir­te, die zu­gleich un­se­re Er­näh­rung si­chern und Le­bens­grund­la­gen schützen. 

Mitten im Umbruch

Der Krieg in der Ukrai­ne hat auf schmerz­li­che Wei­se ver­deut­licht, dass Ver­sor­gungs­si­cher­heit mit Le­bens­mit­teln nicht selbst­ver­ständ­lich ist. Die Er­näh­rungs­si­che­rung ist wie­der in den Mit­tel­punkt der ge­sell­schaft­li­chen De­bat­ten ge­rückt und muss nun prio­ri­tär an­ge­gan­gen wer­den. Aber auch die Kri­sen, die uns be­reits vor Aus­bruch des Krie­ges be­schäf­tigt ha­ben, dür­fen wir nicht aus den Au­gen ver­lie­ren. Umwelt‑, Klima‑, Ar­ten­schutz und Tier­wohl sind The­men, die nicht nur die Ver­brau­cher be­schäf­ti­gen, son­dern auch uns Land­wir­te. Den ge­samt­ge­sell­schaft­li­chen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess hin zu mehr Nach­hal­tig­keit wer­den wir auch in der Land­wirt­schaft ent­schlos­sen wei­ter­ge­hen. Die Be­trie­be be­fin­den sich längst mit­ten in die­sem Pro­zess und set­zen in der Pra­xis be­reits auf viel­fäl­ti­ge Frucht­fol­gen, scho­nen­de Bo­den­be­ar­bei­tung, prä­zi­se Pflan­zen­schutz- und Dün­ge­mit­tel­aus­brin­gung so­wie pro­duk­ti­ons­in­te­grier­te Na­tur- und Ar­ten­schutz­maß­nah­men. Auch Car­bon Far­ming, die CO2-Spei­che­rung durch Hu­mus­auf­bau in Bö­den, spielt ei­ne im­mer grö­ße­re Rol­le. In­no­va­tio­nen, Di­gi­ta­li­sie­rung und tech­no­lo­gi­scher Fort­schritt sind die Schlüs­sel, die un­se­re Bran­che zu­kunfts­fest ma­chen. Es wird höchs­te Zeit, dass die Po­li­tik die rich­ti­gen Leit­plan­ken setzt und prak­ti­ka­ble An­ge­bo­te auf den Weg bringt, da­mit die mul­ti­plen Kri­sen und gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen un­se­rer Zeit be­wäl­tigt wer­den kön­nen. Denn die Zu­kunft kann nur mit uns Land­wir­ten ge­stal­tet werden. 

Joachim Rukwied 

Prä­si­dent Deut­scher Bauernverband 

Max Thinius 

Futurologe 

Näher am Leben

Ei­ne der­art zen­tra­li­sier­te Land­wirt­schaft, wie wir sie heu­te ken­nen, stammt aus der in­dus­tri­el­len Den­ke. Für Ge­mü­se, Ge­trei­de und Obst sind aber zu­künf­tig ganz an­de­re An­bau­mög­lich­kei­ten denk­bar. Zum Bei­spiel ei­ne lo­ka­le­re Pro­duk­ti­on, bei der wir auf den tat­säch­li­chen re­gio­na­len Be­darf hin pro­du­zie­ren. In der Men­schen Pro­duk­te es­sen, die op­ti­ma­ler­wei­se bei Ge­mü­se nicht län­ger als 24 Stun­den von der Ern­te bis auf den Tel­ler brau­chen. Die bis zu 90 Pro­zent mehr Nähr­wer­te ent­hal­ten. Da­zu Städ­te, die aus Stra­ßen An­bau­flä­chen ma­chen und Parks, die nicht mehr auf in­dus­tri­el­le Be­dar­fe, son­dern auf ei­ne neue Form der Le­bens­qua­li­tät op­ti­miert sind. Da­zu ei­ne di­gi­ta­le Wäh­rung, mit­un­ter schon der di­gi­ta­le Eu­ro, der ab 2026 kommt, die uns zei­gen könn­te, wie lo­kal oder öko­lo­gisch die Pro­duk­te, die wir uns ge­ra­de aus­su­chen, an­ge­baut wur­den. Das kom­bi­niert mit Ge­sund­heits­da­ten und Da­ten der Smart Ci­ty zu ih­rem kli­ma­ti­schen Zu­stand. Die Land­wirt­schaft kann in Zu­kunft wie­der ein in­te­gra­ler Be­stand­teil un­se­res All­tags, der Le­bens­qua­li­tät, un­se­res lo­ka­len wie glo­ba­len Kli­mas wer­den. Die Tech­no­lo­gie ist so weit. Es feh­len nur noch Struk­tu­ren – aber auch die wer­den in ver­schie­de­nen Or­ten be­reits aus­pro­biert: Skan­di­na­vi­en, Nie­der­lan­de, Ita­li­en, Spa­ni­en, auch Deutsch­land. Ei­ne neue Form der re­ge­ne­ra­ti­ven Land­wirt­schaft kann auch in der Pro­duk­ti­ons­men­ge un­se­ren Be­darf be­reits er­set­zen. Wir müs­sen nur um­den­ken und die Zu­kunft der Land­wirt­schaft an­ders gestalten. 

Verhaltener Wandel

Ei­ne zu­neh­men­de Di­gi­ta­li­sie­rung der Land­wirt­schaft durch Droh­nen, Sen­so­ren, In­ter­net-of-Things-Sys­te­men, GPS-ge­steu­er­ten Ma­schi­nen oder Feld­ro­bo­tern, auf dem Feld wie im Stall, führt zu ei­nem res­sour­cen­scho­nen­de­ren Ein­satz von Be­triebs­mit­teln und ei­nem bes­se­ren Tier- und Her­den­ma­nage­ment. Auch im Bü­ro wer­den Pro­zes­se di­gi­ta­li­siert, was ei­ne trans­pa­ren­te­re Land­wirt­schaft er­mög­licht. Al­ler­dings zei­gen un­se­re Stu­di­en, dass vie­le Land­wir­te ver­hal­ten und skep­tisch sind, aus Angst vor Da­ten­miss­brauch oder weil ein (öko­no­mi­scher) Nut­zen nicht klar er­kenn­bar ist. Das be­deu­tet, dass die Hö­fe zwar di­gi­ta­ler wer­den, ei­ne voll­au­to­ma­ti­sier­te Land­wirt­schaft aber noch weit in der Zu­kunft liegt. In un­se­ren Ver­brau­cher-um­fra­gen se­hen wir ei­ne wach­sen­de ge­sell­schaft­li­che Sen­si­bi­li­sie­rung ge­gen­über der Nut­zung von Tie­ren. Dar­aus re­sul­tie­ren Skep­sis und Be­sorg­nis in Be­zug auf die in­ten­si­ve Tier­hal­tung so­wie ein Wunsch nach ge­rin­ge­ren Tier­zah­len und klei­ne­ren Be­triebs­struk­tu­ren. Um die Tier­hal­tung dar­an an­zu­pas­sen, be­darf es ei­ner Trans­for­ma­ti­on hin zu tier­ge­rech­te­ren Hal­tungs­sys­te­men mit Au­ßen­zu­gän­gen und mehr Platz. Um den­noch wett­be­werbs­fä­hig zu sein, soll­ten vor al­lem klei­ne­re Be­trie­be zum Bei­spiel mehr auf ro­bus­te Rin­der- oder Schwei­ne­r­as­sen set­zen und die­se mit­hil­fe der Di­gi­ta­li­sie­rung ver­mehrt di­rekt ver­trei­ben. Al­ler­dings ha­ben ge­ra­de die klei­ne­ren Be­trie­be häu­fi­ger Schwie­rig­kei­ten mit der Di­gi­ta­li­sie­rung und be­dürf­ten da­her ei­ner be­son­de­ren Förderung. 

Winnie Isabel Sonntag 

Wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin Mar­ke­ting für Le­bens­mit­tel und Agrar­pro­duk­te, Uni­ver­si­tät Göttingen 

Hartmut Matthes 

Ge­schäfts­füh­rer Bun­des­ver­band Lohnunternehmen 

Digital wie nie 

Es sind die Men­schen, die Zu­kunft ma­chen – nicht die Werk­zeu­ge. Die Sor­ge al­so, ob Di­gi­ta­li­sie­rung Fluch oder Se­gen ist, hängt maß­geb­lich da­von ab, was wir tat­säch­lich er­rei­chen möch­ten und wie wir mit den di­gi­ta­len Werk­zeu­gen um­ge­hen. Grund­sätz­lich bie­tet die Di­gi­ta­li­sie­rung ein gro­ßes Po­ten­zi­al, durch den be­darfs­ge­rech­te­ren Ein­satz von Res­sour­cen die Land­wirt­schaft noch nach­hal­ti­ger zu ge­stal­ten. Und das gilt für die kon­ven­tio­nel­le Land­wirt­schaft ge­nau­so wie für öko­lo­gisch wirt­schaf­ten­de Be­trie­be. Zie­le de­fi­nie­ren, Da­ten er­fas­sen, In­for­ma­tio­nen aus­wer­ten, Wis­sen ge­ne­rie­ren, Ent­schei­dun­gen fäl­len und Auf­ga­ben aus­füh­ren – die Chro­no­lo­gie die­ser sechs Schrit­te ist die Ba­sis je­den Han­delns. Werk­zeu­ge hel­fen, das ge­wünsch­te Er­geb­nis bes­ser zu er­lan­gen. Sen­so­ren zum Mes­sen, Mo­del­le zum bes­se­ren Ver­ständ­nis kom­ple­xer Pro­zes­se und Ak­to­ren zum prä­zi­sen Ar­bei­ten ge­hö­ren zu­neh­mend zum All­tag in der Land­wirt­schaft. Nie­mand stellt mehr die Sinn­haf­tig­keit und den Nut­zen di­gi­ta­ler Hel­fer bei­spiels­wei­se in der Me­di­zin oder in der Luft­fahrt in­fra­ge. War­um al­so soll­te ge­ra­de die Land­wirt­schaft auf Di­gi­ta­li­sie­rung ver­zich­ten? Wo hört der tra­di­tio­nel­le Bau­ern­hof auf und wo fängt die mo­der­ne Land­wirt­schaft an? Nie war so viel Wis­sen ver­füg­bar, nie gab es so gu­te Werk­zeu­ge – die Ge­sell­schaft muss nur dar­über be­fin­den, was sie wirk­lich will. Und die­se Fra­ge gilt nicht nur für die Landwirtschaft. 

Doppelt genutzt

Fort­schritt be­deu­tet Wan­del. Wan­del kommt durch Veränderung. Der Wunsch nach Veränderung ent- steht durch In­spi­ra­ti­on. Doch wo­her neh­men wir die­se In­spi­ra­ti­on ei­gent­lich? Wer hilft uns, Per­spek­ti­ve zu ge­win­nen und zu uns selbst zu fin­den? Es sind un­se­re El­tern. Be­wusst und un­be­wusst. Als Kin­der be­grei­fen wir nicht, wel­che gro­ße Rol­le sie in der Prägung un­se­res Seins spie­len. Es sind die Held:innen aus un­se­ren Lieb­lings­ge­schich­ten, die uns be­geis­tern. Es sind die Ge­schich­ten über Men­schen, die für ih­re Zie­le und ih­re Wer­te le­ben. Im Lau­fe un­se­res Le­bens fes­seln sie uns im­mer wie­der. Kurz­um: Es sind Vor­bil­der, die uns in­spi­rie­ren. Fort­schritt ent­steht al­so durch Vor­bil­der. Je­der von uns kann und soll­te Vor­bild sein. Um Fort­schritt zu fördern, müssen wir uns an die ei­ge­ne Na­se fas­sen und zu Vor­bil­dern wer­den. Nicht durch das Pro­fi­lie- ren der ei­ge­nen Per­son in den so­zia­len Me­di­en. Es geht dar­um, im All­tag so zu han­deln, dass wir da­mit Men­schen in­spi­rie­ren und neu­en Mut schen­ken, auch wenn das Le­ben mal nicht läuft, wie es auf In­sta­gram den An­schein macht. So ent­steht ein neu­es Be­wusst­sein für Veränderung. Wir ent­wi­ckeln den nötigen Mut, den Schritt ins Un­ge­wis­se zu wa­gen. Fort­schritt be­deu­tet Wan­del. Wan­del be­deu­tet Un­ge­wiss­heit. Un­ge­wiss­heit braucht Mut. Mut ent­wi­ckelt sich durch die Möglichkeit, in jun­gen Jah­ren aus­zu­pro­bie­ren und nicht fürs Schei­tern ver­ur­teilt zu wer­den. Die­se Chan­ce soll­ten wir nut­zen und zu die­sem Han­deln inspirieren.

Max Trommsdorf 

Grup­pen­lei­ter Pho­to­vol­ta­ik, Fraun­ho­fer-In­sti­tut für So­la­re En­er­gie­sys­te­me (ISE)

Saskia Kröber 

Leserin 

Gelebte Beziehung

Die Land­wirt­schaft von mor­gen soll­te in all ih­ren Fa­cet­ten vor al­lem nach­hal­tig sein. Kon­kret be­deu­tet doch nach­hal­ti­ge Land­wirt­schaft ein Wirt­schaf­ten im Ein­klang mit Mensch und Um­welt, das Res­sour­cen schont und das Kli­ma schützt. Lei­der las­sen sich oft nicht al­le Kom­po­nen­ten in­te­grie­ren, um die Land­wirt­schaft der Zu­kunft ge­nau so ab­zu­bil­den. Viel­leicht wer­den sich die For­men der Fel­der ver­än­dern und wir ha­ben run­de, statt recht­ecki­ge gelb strah­len­de Raps­fel­der. Viel­leicht gibt es mo­bi­le Stadt­bäu­me, die als tem­po­rä­re Fil­ter­an­la­gen in kri­tisch ver­schmut­zen Groß­städ­ten ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Viel­leicht nut­zen wir un­se­re er­neu­er­ba­ren En­er­gie­quel­len und kön­nen dank die­ser un­er­schöpf­li­chen Res­sour­cen zwi­schen Mi­ni-Wind­rä­dern und so­lar­be­trie­be­nen Mäh­dre­schern aut­ark ar­bei­ten. Am En­de geht es doch um Ent­wick­lung, Hei­mat und Ho­ri­zont. Nach der Ein­tei­lung in Wirt­schafts­sek­to­ren ge­hört die Land­wirt­schaft zum pri­mä­ren Sek­tor. Und im Be­reich der Di­gi­ta­li­sie­rung ist die­ses Seg­ment schon lan­ge Vor­rei­ter. Es wird da­her Zeit, die Land­wirt­schaft der Zu­kunft wie­der pri­mär zu behandeln. 

Regional statt global 

In ei­ner di­gi­ta­len Ar­beits­welt, in der vie­le Ar­beit­neh­mer im Ho­me­of­fice oder aus Co-Working-Spaces ar­bei- ten, braucht es in­no­va­ti­ve, si­che­re Software-Lösungen. Be­son­ders bei ge­lern­ten Pro­zes­sen wie dem Brief­ver­sand nut­zen vie­le Un­ter­neh­men noch nicht al­le Möglichkeiten, die die Di­gi­ta­li­sie­rung ih­nen bie­tet. Da­bei gibt es mitt­ler­wei­le zahl­rei­che An­bie­ter für den hy­bri­den Post­ver­sand, die ma­nu­el­le Ar­beits­schrit­te unnötig ma­chen. Bei uns können Kun­den ih­re Do­ku­men­te on­line übertragen und als ech­te Brie­fe ver­sen­den las­sen. Grö­ße­re Un­ter­neh­men mit ei­ner de- zen­tra­len Or­ga­ni­sa­ti­on ste­hen oft vor der Her­aus­for­de­rung, dass ver­schie­de­ne Ab­tei­lun­gen den Brief­ver­sand or­ga­ni­sie­ren. Hier­für ha­ben wir ei­ne Be­nut­zer­ver­wal­tung ent­wi­ckelt, die es un­ter­schied­li­chen Nut­zern er­mög­licht, auf ein Kun­den­kon­to zu­zu­grei­fen. Die Kol­le­gen aus dem Ho­me­of­fice be­nö­ti­gen le­dig­lich ei­nen Be­nut­zer­na­men und ein Pass­wort und kön­nen an­schlie­ßend den Brief- ver­sand aus den ei­ge­nen vier Wän­den or­ga­ni­sie­ren. Pa­pier­brie­fe sind noch im­mer ein wich­ti­ges Kom­mu­ni­ka- ti­ons­mit­tel, aber der Auf­wand, der hin­ter der Brief­pro­duk­ti­on steckt, ist für hy­bri­de Ar­beits­plät­ze nicht mehr zeit­ge­mäß. Als Full-Ser­vice-Pro­vi­der bil­den wir al­le Leis­tun­gen von der Da­ten­auf­be­rei­tung, über den Druck bis zur Ku­ver­tie­rung mit ei­ge­nen Res­sour­cen ab und kön­nen mit­tel- stän­di­schen Un­ter­neh­mern mit kom­ple­xen An­for­de­run­gen hel­fen, ih­ren Brief­ver­sand di­gi­tal zu organisieren.

Eva Imrecke 

Junglandwirtin 

Theresa Schmidt 

Vor­sit­zen­de Bund der Deut­schen Land­ju­gend (BDL)

Landwirtschaft ist Vielfalt

Wäh­rend die Her­aus­for­de­run­gen un­se­rer Zeit kaum grö­ßer sein könn­ten, hofft der deut­sche Mit­tel­stand auf den von der Am­pel-Re­gie­rung ver­spro­che­nen Fort­schritt. Doch an­ge­tre­ten als Fort­schritts­ko­ali­ti­on prägt bis­lang Kri­sen­ma­nage­ment die Re­gie­rungs­ar­beit. Da­bei darf die Po­li­tik nicht ver­ges­sen, dass ne­ben der welt­wei­ten Pan­de­mie und dem Krieg in der Ukrai­ne auch wei­ter­hin der an­dau­ern­de Fach­kräf­te­man­gel, die ho­he Steu­er­be­las­tung und die zu­letzt ex­or­bi­tant ge­stie­ge­nen En­er­gie­kos­ten die Un­ter­neh­men eben­so be­las­ten wie die nicht aus­rei­chen­de di­gi­ta­le In­fra­struk­tur in un­se­rem Land. Lie­fer­eng­päs­se und ei­ne ho­he In­fla­ti­on sind zu­dem wah­re Brems­klöt­ze. Es ist an der Zeit, dass wir nicht mehr nur „Mehr Fort­schritt wa­gen“, son­dern end­lich „Fort­schrit­te ma­chen“. Da­für müs­sen wir bü­ro­kra­ti­sche Struk­tu­ren auf­bre­chen und kom­pli­zier­te Zu­gän­ge zu drin­gend be­nö­tig­ten Fi­nanz­hil­fen ver­ein­fa­chen. Fort­schritt funk­tio­niert nur mit ei­nem mu­ti­gen Drei­klang aus Ent­las­tung, Ver­ein­fa­chung und För­de­rung. Jetzt müs­sen die Wei­chen für ei­nen mo­der­nen Staat ge­stellt wer­den, für In­ves­ti­tio­nen in Di­gi­ta­li­sie­rung, In­fra­struk­tur und Bil­dung, für die be­schleu­nig­te Or­ga­ni­sa­ti­on der En­er­gie­wen­de, für neue För­der­pro­gram­me und für ei­ne ge­ziel­te Un­ter­stüt­zung für Un­ter­neh­men – das ist heu­te wich­ti­ger als je zu­vor in der Ge­schich­te der Bun­des­re­pu­blik. Der Auf­bruchs­tur­bo muss end­lich ge­zün­det werden. 

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