Aktuelle Themen

Wie nachhaltig kann Mobilität sein? 

Wer schon mal west­lich von Aa­chen, Ems­land und Co. un­ter­wegs war, weiß, dass sich „in Hol­land wirk­lich al­le in den Sat­tel schwin­gen“, wie Vi­vi­an­ne Hei­j­nen, die nie­der­län­di­sche Staats­se­kre­tä­rin für In­fra­struk­tur be­rich­tet – und da­zu vie­le Grün­de lie­fert, die für ei­nen Rauf-aufs-Rad-Life­style spre­chen. Die Kom­bi­na­ti­on ÖPNV plus Fahr­rad bringt auch Dirk Fle­ge von der Al­li­anz pro Schie­ne ins Spiel, wenn er fest­stellt, dass ein ÖPNV-Ti­cket of­fen­sicht­lich bloß un­kom­pli­ziert und güns­tig sein muss, um et­was zu bewegen. 

Welches Potenzial steckt im digitalen Staat? 

Beim The­ma di­gi­ta­ler Staat zählt Est­land seit Jah­ren zu den Vor­rei­tern. Wie ei­ne Di­gi­tal-First-Stra­te­gie funk­tio­nie­ren kann, zeigt uns Ave Lau­ring­son, Ge­schäfts­füh­re­rin von e‑Estonia. Dass nun end­lich auch Deutsch­land durch­star­tet, for­dert Ralf Resch von der Bun­des-Ar­beits­ge­mein­schaft der Kom­mu­na­len IT-Dienst­leis­ter, denn „Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sol­len künf­tig kom­plett di­gi­tal mit den Ver­wal­tun­gen kom­mu­ni­zie­ren kön­nen.“ Üb­ri­gens auch kom­plett di­gi­tal er­hält­lich, be­ginnt die De­bat­te, in der es auch um Si­cher­heits­fra­gen, Re­si­li­enz und di­gi­ta­le Iden­ti­tät geht, 

Was macht Unternehmen zukunftsfähig? 

Im­mer kom­ple­xer, im­mer un­über­sicht­li­cher, im­mer we­ni­ger plan­bar – die­ses Ge­fühl macht auch die Fra­ge nach der Zu­kunfts­fä­hig­keit von Un­ter­neh­men im­mer dring­li­cher: Mehr „Nach­hal­tig­keit und Wahr­haf­tig­keit in den Wert­schöp­fungs­pro­zes­sen“ for­dert et­wa Gun­du­la Ul­lah vom Bun­des­ver­band Ma­te­ri­al­wirt­schaft, Ein­kauf und Lo­gis­tik mit Blick aufs kom­men­de Lie­fer­ket­ten­sorg­falts­pflich­ten­ge­setz, wäh­rend der Un­ter­neh­mer Flo­ri­an Hei­ne­mann vor­schlägt, „in Port­fo­li­os zu den­ken“. Die Si­che­rung von Wer­ten ist ein wei­te­rer Aspekt, wes­halb auch Till Wag­ner von der Stif­tung Ver­ant­wor­tungs­ei­gen­tum zu Wort kommt – ei­ner Rechts­form, die im Nach­bar­land Dä­ne­mark be­reits weit ver­brei­tet ist.

Aktuelle Beiträge

+3 Blitzumfrage

Wir le­ben in ei­ner Zeit in der Selb­st­op­ti­mie­rung mit so­cial Me­dia zur Chal­len­ge ge­wor­den ist. Doch wirk­li­che In­spi­ra­ti­on fin­det man ei­gent­lich überall.

Wir tra­gen das Wis­sen der Mensch­heit in der Ho­sen­ta­sche mit uns her­um und es gibt ei­gent­lich kaum noch Aus­re­den nichts dar­aus zu machen. 

Um uns den zen­tra­len Fra­gen vom Müs­sen und Wol­len zu nä­hern, wol­len wir wissen: 

Was treibt Dich an,
Dich zu verbessern?

Wie gelingt die Verein­barkeit von Beruf und Familie?

U.a. mit: Ei­li­ka von An­halt, Gre­ta Sil­ver, Ro­man Gaida,Laura Le­wan­dow­ski, Brit­ta Sem­bach, Ute Scha­eber­le, Uwe Schick 

Eilika von Anhalt 

Bildungsunternehmerin 

Finde deinen Weg 

Un­se­re Ni­ne-to-fi­ve-Ar­beits­welt, wie wir sie ken­nen, ist nicht an Men­schen oder Fa­mi­li­en, son­dern, durch die in­dus­tri­el­le Re­vo­lu­ti­on, pri­mär an Ma­schi­nen aus­ge­rich­tet. Das heißt, ein biss­chen Re­bel­li­on und Auf­stand braucht es schon, um Fa­mi­lie, Kin­der, mich und mei­nen Brot­ver­dienst un­ter ei­nen Hut zu brin­gen und da­bei nicht all­zu oft die Ner­ven zu ver­lie­ren. Um 
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Volker Baisch 

So­cial En­tre­pre­neur und Unternehmensberater 

Väter, zeigt euch 

Gin­ge es nach den jun­gen El­tern, wä­ren wir schon viel wei­ter mit der Ver­ein­bar­keit: Ak­tu­ell wün­schen sich be­reits 50 Pro­zent von ih­nen ei­ne pa­ri­tä­ti­sche El­tern­zeit. Es liegt al­so nicht an man­geln­dem Wil­len jun­ger Paa­re, son­dern an den po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen. Das be­ginnt bei steu­er­li­chen Aspekten 
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Laura Lewandowski 

Jour­na­lis­tin, En­tre­pre­neu­rin und Podcasterin 

Wirtschafts­wunder Mutter 

Vor kur­zem wur­de ich für ein Event an­ge­fragt. Ich sei die „ab­so­lu­te Wunsch­besetzung“, hieß es. Nach ein paar Ta­gen Be­denk­zeit sag­te ich zu. Das Pro­blem: Der Kun­de woll­te plötz­lich nicht mehr – we­gen mei­ner drei Mo­na­te al­ten Toch­ter. Ich sol­le mich doch lie­ber „auf das Mut­ter­sein kon­zen­trie­ren“. Von Freun­din­nen ken­ne ich ähn­li­che Geschichten. 
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Heiko Müller

Leser

Chaos garantiert

Im Herbst die­ses Jah­res: In­fek­ti­ons­zah­len stei­gen, Schu­len und Kindergärten schlie­ßen, Ho­me­of­fices wer­den re­ak­ti­viert und El­tern zer­rei­ßen sich wie­der zwi­schen Kin­der­be­treu­ung und Arbeit.Ich weiß noch nicht, über was ich mich dem­nächst mehr är­gern wer- de: das „Wir müs­sen ge­nau be­ob­ach- ten und dann han­deln“ der zö­ger­li­chen Politik 

Greta Silver 

You­tube­rin, Pod­cas­te­rin und Autorin 

Lebe deine Version 

17 Jah­re El­tern­zeit – drei Kin­der, Mann, Haus, Hund, Mar­me­la­de ko­chen und ver­ste­hen, ich muss das Glück im klei­nen All­täg­li­chen fin­den, sonst fällt mir die De­cke auf den Kopf. Ich ha­be ge­lernt, dass ich al­les nach­ein­an­der ma­chen kann, auch die Hob­bys in stres­si­gen Zei­ten. Nur mit Ab­itur in der Tasche 
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Oliver Stenzel

Leser

Schritt eins: Schrift­lich Prio­ri­tä­ten ver­tei­len auf die Be­rei­che Kin­der, Part­ner, Fa­mi­lie, Freun­de, Ar­beit und Ge­sund­heit. Schritt zwei: Wün­sche und Sor­gen mit dem Part­ner be­sp­re- chen und schrift­lich fest­hal­ten. Schritt drei: Auf­ga­ben und Ver­ant­wor­tun­gen klar auf­tei­len. Schritt vier: Ge­mein- sam ge­nie­ßen und viel lachen. 

Harald zur Hausen 

No­bel­preis­trä­ger für Me­di­zin und ehe­ma­li­ger Lei­ter Deut­sches Krebsforschungszentrum 

Prävention im Fokus 

Mei­ne per­sön­li­che Trieb­fe­der war schon im­mer ein aus­ge­präg­tes wis­sen­schaft­li­ches In­ter­es­se, Neu­gier und ei­ne ge­wis­se Hart­nä­ckig­keit. Da­zu kam die Über­zeu­gung, dass Dog­men auch in der Me­di­zin nicht im­mer zu­tref­fend sind. Das Ent­ste­hen von Krebs ist ein kom­ple­xes und lang­wie­ri­ges Geschehen. 
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Wie lebt man mit Krebs?

U.a. mit: Ha­rald zur Hau­sen, Pe­tra Thal­ler, Marc Nau­mann, An­ne So­phie Gei­er, Oli­ver Bay­er, Lutz Beh­rens, Frank Becker-Nickels 

Marc Naumann 

Berufssegler 

Intensives Erleben 

Die Dia­gno­se Krebs zieht Be­trof­fe­nen den Bo­den un­ter den Fü­ßen weg. Ge­ra­de auf jun­ge Er­wach­se­ne wirkt der ei­ge­ne Kör­per plötz­lich wie ei­ne frem­de Hül­le, die den Ta­ten­drang fürs neue Le­ben bremst. Mei­ne Krebs­er­kran­kung mit 28 Jah­ren gab mir die Mög­lich­keit, mei­ne Plä­ne und mein Le­ben noch­mal zu überdenken. 
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Dietmar Woidke 

Mi­nis­ter­prä­si­dent Land Brandenburg 

Kräfte bündeln 

Bran­den­burg ist in­zwi­schen das zu­zugs­stärks­te Bun­des­land. Von weit hin­ten sind wir nach vorn ge­wan­dert. Und die Mö­bel­wa­gen wer­den nicht nur im Ber­li­ner Um­land aus­ge­packt, son­dern auch „drau­ßen auf dem Land“, in den mär­ki­schen Dör­fern und Acker­bür­ger­städ­ten. Warum? 
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Wie stärken wir die länd­liche Regio­nen?

U.a. mit: Sa­rah Wie­ner, Diet­mar Woid­ke, Ralph Spieg­ler, Maz­da Ad­li, Rein­hard Sa­ger, Chris­ti­an Ka­lin­ke, Mi­cha­el Gregor 

Mazda Adli 

Psych­ia­ter und Stressforscher 

Sehnsuchtsbild Land 

Un­se­re Zu­kunft ist ur­ban – und das ist kei­ne schlech­te Nach­richt. Städ­te bie­ten viel­fäl­ti­ge kul­tu­rel­le An­ge­bo­te, gu­te ärzt­li­che Ver­sor­gung und al­ler­hand Mög­lich­kei­ten, sich selbst zu ent­fal­ten. Aber: Städ­te sind auch Stress-Or­te. Ne­ben Lärm, Dreck und Hek­tik gibt es den so­zia­len Stress, der durch Dich­te oder Ein­sam­keit aus­ge­löst wird. Die­ser ist für die Psy­che dann to­xisch, wenn man ihm nicht aus­wei­chen kann. 
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EXPERTEN & DISKURSE

Wie sieht die Landwirtschaft der Zukunft aus?

Cem Özdemir 

Bun­des­mi­nis­ter für Er­näh­rung und Landwirtschaft 

Wandel braucht Investitionen 

Die Land­wirt­schaft der Zu­kunft leis­tet vor al­lem ei­nes: Sie er­nährt uns. Doch das ist al­les an­de­re als selbst­ver­ständ­lich. Russ­land setzt Hun­ger als Waf­fe im völ­ker­rechts­wid­ri­gen An­griffs­krieg ge­gen die Ukrai­ne ein. In In­di­en oder in Ma­da­gas­kar sor­gen kli­ma­be­ding­te Wet­ter­ex­tre­me für zer­stör­te Ern­ten und Hunger. 
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Wie fördert man Fortschritt?

Richard Branson 

Unternehmer 

Mut zum Scheitern 

Es ist so ei­ne Sa­che mit dem Fort­schritt, denn ent­ge­gen land­läufiger An­sicht ist er meist al­les an­de­re als li­ne­ar. (Weiter-)Ent­wicklung be­deu­tet auch In­ne­hal­ten, den Schritt zur Sei­te und ei­ne Rück­schau auf das, was gut und was we­ni­ger gut funk­tio­niert hat. In den mehr als fünf Jahr­zehn­ten mei­ner un­ter­neh­me­ri­schen Kar­rie­re hat das im­mer be­deu­tet, Fehl­trit­te und Miss­erfol­ge als Chan­ce zu be­grei­fen, viel­leicht so­gar zu begrüßen. 
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Wie beschleunigen wir die Mobilitätswende?

Helmut Dedy 

Haupt­ge­schäfts­füh­rer Deut­scher Städtetag 

Stadt für alle 

Wo heu­te noch Au­tos wert­vol­len öf­fent­li­chen Raum in den Städ­ten zu­par­ken, wer­den wir in Zu­kunft mehr Viel­falt ha­ben: Rad­we­ge, Grün­flä­chen, ver­kehrs­be­ru­hig­te Zo­nen, Gas­tro­no­mie, Spiel, Sport, klu­ge Mo­bi­li­täts­sta­tio­nen für al­le For­men der Mo­bi­li­tät. Ei­ni­ges da­von ist heu­te schon in den Städ­ten sicht­bar. Zum Bei­spiel ehe­ma­li­ge Kfz-Fahr­strei­fen, die nun ge­schütz­te Rad­we­ge sind. Rad­schnell­we­ge, die das Um­land mit dem Stadt­zen­trum verbinden. 
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