Wie leben wir morgen?

Antwort von Elke Pahl-Weber

Überwiegend lassen wir uns in Städten nieder. Klimawandel und ein intelligenter Kreislauf von Ressourcen haben unser Leben verändert. Städte sind viel ruhiger als früher, die Luft ist sauberer, das Wasser klarer, die Gebäude aus neuen Materialien gebaut, die unsere Bewohner zu Prosumenten in der Energie machen. Sie sind geprägt durch die Integration verschiedener Kulturen und Lebensstile. Diese Vielfalt prägt auch die Stadtplanung. Weil unsere persönliche Wohnfläche um gut ein Viertel gesunken ist, verbrauchen wir für notwendige Neubauten deutlich weniger Raum. Nahe Grünflächen und Gemeinschaftseinrichtungen werden ehrenamtlich organisiert und professionell unterstützt. Der Anteil der regenerativen Energien ist auf 70 Prozent gestiegen, wir haben Erfahrung in der flexiblen Steuerung der Energieverteilung und des Energieverbrauchs, hocheffiziente Speicher ergänzen. Mit unseren Smartphones können wir unseren Energiebedarf anmelden und in einem Zeitfenster abrufen. Die Planung unserer Städte hat sich früh darauf eingestellt und mit einem urbanen Koproduktionsprozess mit Stadt- und Fachplanung, mit Bürgern und Interessenvertretern, mit Unternehmen, Politik und Wissenschaft das Leben von morgen vorbereitet. Weniger Ressourcenverbrauch und doch mehr Lebensqualität. Anstatt Fly-overs mit Cablecars und utopischen Wolkenkratzern haben wir ein System, das gut ineinander greift und den Raum immer wieder neu nutzen und gestalten lässt.